Alte Abtei

alteabtei[1]Die ALTE ABTEI, das Haus der Volkshochschule der Alten Hansestadt Lemgo, wurde um das Jahr 1585 von Heinrich Kerkmann, Kanzler des Grafen Simon VI. zur Lippe, als Adelshof erbaut – vermutlich durch den Baumeister Hermann Wulff. 1768 erwarb Graf Ludwig zur Lippe das Gebäude mit Hof und Wirtschaftsgebäuden, ließ es bis 1769 umbauen und nach Ankauf weiterer Grundstücke rückseitig einen umfangreichen Garten anlegen, der heute Abteigarten heißt und den Bürgern Lemgos wie den Gästen der Stadt zur Erholung dient. 1797 bestimmte der Graf testamentarisch das nach seiner Gemahlin Anna ANNENHOF genannte Gebäude zur Residenz der Äbtissinnen/Vorsteherinnen des adelig-freiweltlichen Damenstiftes St. Marien. In der Bürgerschaft setzte sich deshalb neben dem weiteren Namen PRINZESSHAUS die Bezeichnung ALTE ABTEI durch.

1960 erwarb die Stadt Lemgo nach dem Tod der letzten Äbtissin Prinzessin Carola zur Lippe 1958 Haus und Garten. 1972 beschloss der Rat der Stadt, das Haus der Volkshochschule zur Verfügung zu stellen. Die Formen der Renaissance sind heute noch deutlich an den Giebelseiten des Gebäudes zu erkennen. Vom Umbau der Jahre 1768/69 zeugen die Freitreppe an der Breiten Strasse und die vorzüglichen Rokoko-Stukkaturen im Gartensaal und Südzimmer des Hochparterres wie in der sogenannten Bibliothek im Obergeschoss, die – vielleicht nach Entwürfen des Münchener Hofbaumeisters Francois de Cuvlliés d.A. – wohl von den Kasseler Meistern J.A. Nahl und J.M. Brühl geschaffen wurden.

Das 19. Jh. fügte an der Gartenseite eine weitere Freitreppe mit großem Podest hinzu. Die Restaurierung und der Umbau in den Jahren 1972-75 passte das Gebäude der neuen Funktion als Haus der Erwachsenenbildung/Weiterbildung an und setzt seither die Volkshochschule in die Lage, hier ca. zwei Drittel des Angebotes an Kursus- und Einzelveranstaltungen durchzuführen. Das großzügige Treppenhaus ermöglicht die Präsentation von Wechselausstellungen Bildender Kunst.

Button_Stadtplan

Button_Sehenswuerdigkeit

Button_zurück